Familienausflug

Manchmal taucht in den Träumen die Ungeduld auf. Wir übernachten mit unseren zwei Jungs in einer Jugendherberge in einem Wandergebiet der Ostschweiz. Viele Leute wollen vom schönen Sommerwetter profitieren und eine bekannte Wanderung machen. Nach dem Frühstück denke ich: „Wir möchten rasch aufbrechen, um den vielen Leuten etwas auszuweichen. Hoffentlich müssen wir nicht in der Küche mithelfen, das Geschirr abzuwaschen“. Ich warte in der Eingangshalle bei unserem Gepäck und gehe davon aus, dass meine Frau und Kinder dort vorbeikommen müssen. Aber diese wollen einfach nicht kommen. Zahlreiche Familien ziehen an mir vorbei, ich spiele noch ein wenig mit anderen Kindern. Ich hoffe, dass meine Familienmitglieder mich noch finden werden; vielleicht sind sie immer noch in der Küche beschäftigt. Als sie sich immer noch nicht blicken lassen, marschiere ich los: „Schade, haben wir uns verpasst. Hoffentlich finden wir uns wieder, damit wir das schöne Wetter geniessen können“. Ich denke, wir müssen zwingend den gleichen Weg nehmen. Ungeduldig gehe ich auf dem Trottoir einer Ueberlandstrasse, welche durch grüne Wiesen führt. In der Ferne leuchtet ein See in der Sonne. Plötzlich höre ich hinter mir Rufe: meine Liebsten kommen aus einer anderen Richtung und gelangen aus einer Nebenstrasse auf die Hauptstrasse. Wir sind aufgeregt, aber froh, dass wir uns wieder gefunden haben.

Eltern träumen noch lange von den kleinen Kindern, auch wenn diese schon lange erwachsen und ausgeflogen sind.

Werbeanzeigen