Die verflixten Umlaute

Der alte Informatik-Professor, sein Oberassistent, ein Mitstudent und ich diskutieren über das Problem der Umlaute ä ö ü in Texten. Ich behaupte: „Es ist immer ein Problem, wenn ein Dokument aus zwei Teilen zusammengesetzt wird, weil die Umlaute nicht einheitlich kodiert sind“. Der Informatik-Professor entgegnet: „Das gilt aber nur für den Prozess der Dokument-Erstellung. Wenn das Dokument vollständig abgespeichert ist, dann sind alle Umlaute korrekt dargestellt“. Nun entscheidet der Professor, dass wir alle gemeinsam zum Essen in ein Restaurant gehen, er fragt mich: „Möchten Sie ins Restaurant am Zürcher Central?“. Ich kann nicht mehr antworten, wir brechen einfach auf; habe keine Ahnung, wie weit es ist. Nach fünf Minuten kommen wir bereits im bekannten alten Restaurant im Kreis 6 an. Ich muss noch rasch auf die Toilette, die aber besetzt ist, sodass ich eine Ewigkeit warten muss. Ich denke: „Die anderen werden bestimmt ungeduldig, weil sie das Essen schon lange bestellt haben“. Hier endet der Traum, da ich um 4 Uhr aufwache.

Das technische Thema mit dem Umlaut-Problem geht mindestens 30 Jahre zurück in meine frühere Berufszeit im Rechenzentrum und hat auch mit den Büchern zu tun, die ich um 1990 herum geschrieben habe. Immer wieder haben amerikanische Programme die Umlaute verstümmelt und die Buchstaben „ä ö ü“ etwa als „? ? ?“ oder „{ ¦ [“ ausgegeben.

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