Traum

Das gestohlene Fahrrad

Wieder einmal sind meine Frau und ich mit dem Elektro-Bike unterwegs. Wir sind in einem Hotel in einer süddeutschen Grossstadt abgestiegen, das Stadtquartier erinnert an den Kreis 5 von Zürich. Im Sommer herrscht in den Hotelzimmern immer heisse und stickige Luft, sodass wir eher unruhig schlafen. Unsere schönen neuen E-Bikes dürfen wir in einem Kellergang abstellen, sodass diese gut geschützt sind (es sind teure Schweizer Produkte).

E-Bike: Flyer

E-Bike: Flyer

Plötzlich befinde ich mich alleine auf einem Radweg, der durch ein modernes Industriegebiet führt. Es kommt mir vor wie in Winterthur-Grüze oder in der Betonlandschaft des Glattals. Der Radweg geht schnurgerade entlang von Betonmauern und zwischen Gewerbehallen und Autoabstellplätzen hindurch. Die eine Seite des Radwegs ist mit einem Maschendrahtzaun gesichert. Komisch, gewöhnlich fühle ich mich auf dem E-Bike leicht und unbeschwert, weil der Elektromotor meine Bewegungen perfekt unterstützt. Aber jetzt schwitze ich und fühle mich zum ersten Mal müde. Ich denke: „Da kann etwas nicht stimmen, vielleicht ist der Motor defekt“. Und darauf der Schock: ich realisiere, dass an meinem Fahrrad sowohl Elektromotor, Akku und das Steuerdisplay fehlen; diese Dinge müssen entfernt und gestohlen worden sein. Ein Kabel ist abgeschnitten. Ich bin traurig, weil wir in den nächsten Wochen auf die Veloferien verzichten müssen. Es wird viel Umtrieb geben, mit Versicherung, Polizei usw. Es ist mir aber sonnenklar, dass wir ein neues E-Bike kaufen werden. Genau in diesem Moment wache ich auf, es ist 5:30 Uhr. Ich bin froh, dass mein geliebtes E-Bike in Wirklichkeit noch vollständig vorhanden ist. Ich stehe auf, da die Arbeit ruft.

Beitrag: Fahrrad

Träume aufschreiben

Es fällt mir leicht, die Träume aufzuschreiben. Allerdings muss ich mich am frühen Morgen jeweils überwinden, das warme Bett zu verlassen, um die Geschichten einzutippen, bevor die Bilder wieder verblassen. Die meisten Tagesreste sind banal und können kaum sinnvoll gedeutet werden, sodass man Träume nie ganz verstehen kann. Manchmal zeigen die Träume meine Ungeduld, wenn wir z.B. bei einem Billigmarkt in der Warteschlange vor der Kasse stehen. Dabei schliesst ausgerechnet unsere Kasse, sodass wir uns auf die anderen Warteschlagen verteilen müssen. Ich bin natürlich „not amused“, auch wenn sich andere Leute sehr locker geben.

In einem anderen Traum findet ein grosser wissenschaftlicher Kongress (Eurographics) in Wien statt — in alten hohen Räumen, die aufwenig renoviert worden sind. Viele nette Leute stehen herum. Plötzlich bin ich von drei Männern umgeben, die auf mich einreden und ein seltsames Deutsch sprechen. Ich trage meine Brieftasche auf meiner Brust unter einem Pullover. Es kann also nichts passieren! Kurz später überprüfe ich meine Brieftasche. Sie ist noch „auf Mann“. Aber oh Schreck: einige Geldscheine sowie ein paar Kreditkarten fehlen, und ein Notizzettel ist in ein anderes Fach verschoben worden. Es ist unmöglich, dass jemand in das Portemonnaie greifen konnte, ohne dass ich das bemerkt hätte! Der Traum bleibt rätselhaft.

Mein Blog: Unterwegs: Wo befinde ich mich?

Wunschtraum (Ostafrika)

Während des Studiums leistete ich noch einen sechswöchigen Arbeitseinsatz als Ersatzreiseleiter in Kenia, ein Abenteuer, das mich ein wenig stresste, da ich ständig zwischen Mombasa, Malindi (mit der Fähre über den Fluss) und Nairobi (Flug) pendeln musste, um Kunden abzuholen. Ohne viel Vorbereitung setzte mich der Veranstalter in ein Flugzeug, mit einem Plastiksack voller Bargeld und einem anderen voller Fleischkäse für einen Schweizer Hotelier; prompt kritzelten mir die schwarzen Immigration-Beamten eine Warnung in den Reisepass, und wohl oder übel musste ich mich in der Ankunftshalle bis auf die Unterhosen ausziehen – und dies bei der Ein- und Ausreise.

Das feuchtheisse Klima an der Küste machte mir zu schaffen – ganz im Gegensatz zu den angenehmen Temperaturen im höhergelegenen Nairobi. Zu jener Zeit standen einem Zürcher Studenten viele Türen offen, wobei mir die Sprachkenntnisse zu Gute kamen. Noch lange träumte ich vom türkisfarbenen Meer mit der Badewannen-Temperatur, dem Tsavo-Park und dem Vielvölkergemisch am Indischen Ozean (mit schwarzen und weissen Menschen, Arabern und Indern). Gemäss dem Psychoanalytiker Freud wünschte ich mir diese Zeit zurück, da beim Träumen unsere geheimen Wünsche sichtbar würden. Das Reisefieber klang nur langsam ab. Auf jeden Fall hat mir die Ostafrika-Reise nicht nur einen anderen Kontinent gezeigt, sondern auch mich selber ein wenig verändert.

Angsttraum (Platzangst)

Als ich früher unter einem starken beruflichen Leistungsdruck stand, träumte ich immer wieder, kurz vor den Matura-Prüfungen zu stehen. Die Selbstverwirklichung im Beruf war mir überaus wichtig, fast zu wichtig. Noch heute träume ich manchmal davon, eine Diplomarbeit über statistische Auswertungen fertigstellen zu müssen. Ich suche verzweifelt nach meinen Entwürfen und Unterlagen. Viele Träumende berichten von ähnlichen Prüfungen. Auch schon habe ich geträumt, dass eines meiner Manuskripte bei einem Verlag in München verschollen sei. Ich möchte unbedingt etwas erledigen, schaffe es aber nicht. Zudem träume ich hin und wieder, dass wir im Militär einen Schlafsaal beziehen müssen, wo wir wild (zufällig) durcheinander gewürfelt werden. Letzteres hat mit Platzangst und Angst vor vielen Leuten zu tun; beide Aengste sind weit verbreitet.

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2 Antworten zu Traum

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